… und wo zum Teufel liegt eigentlich San Marino?
Das sind die Themen, die die Fußballwelt in Deutschland derzeit beschäftigen. Und noch eine Frage: Wie nennt man eigentlich die Einwohner San Marinos? San Marinesen? San Marinossen? San Marinii?
Aber mal ehrlich, hätte dieses Spiel unserer National-”ich-zieh-den-Schuh-an-der-mir-passt”-Kicker gegen die San Marinisti vor ungefähr zwei Jahren stattgefunden, hätten wir vermutlich noch mit einem 2:1 Sieg nach 0:1 Rückstand und Tor in der 92. Minute hoch zufrieden sein müssen. Aber die Zeiten ändern sich ja. Die Deutschen sind Weltmeister der Herzen, die Italiener stehen alle auf Zidanes Schwester und England spielt ohne Beckham viel besser.
San Marino hat heute immerhin 30.000 Einwohner aus denen Sie Ihre Nationalmannschaft rekrutieren. Das ist ungefähr so, als wenn man aus den in Offenbach lebenden Deutschen unsere Löw-Truppe zusammenstellen müsste. Aber wo liegt dieses San Marino eigentlich?
Die Republik San Marino liegt bei Rimini und ist vollständig von Italien umgeben. Das Land ist so groß, dass es gleich zwei Staatsoberhäupter benötigt. Der eine ist der Busfahrer des San Marinigasischen Manschaftsbusses und der andere ein Fischhändler, der täglich an die Adria pendelt, oder so ähnlich.
Fußballspielen können die guten San Marigriener jedenfalls, denn Sie haben in 72 Länderspielen insgesamt 14 Tore geschossen. So viel schaffte zuletzt nicht mal Ailton.
Wollen wir auf einen ruhmreichen Sieg hoffen. In dem mit 5.500 Zuschauern restlos ausverkauften Stadion in San Marino (ein sechstel der Staatsbevölkerung passt immerhin ins Fußballstadion, das ist Weltrekord!) wird es einen echten Hexenkessel geben.
Apropos Hexenkessel. Wenn ein Trainer seinen Spieler anraunen will, dabei aber versehentlich den Schiedsrichter anmacht, aber trotzdem nicht Rot sieht, dann kann das nur Ralf Rangnick sein. Der hat nämlich eine Sehschwäche, in der er Rot nicht von Grün unterscheiden kann. Da seine Mannschaft (TSG Hoffenheim) in rot und der Schiedsrichter in grün auf dem Platz agierten, kann da schon mal ne Verwechslung auftreten. Letztlich rief er “seinem” vermeintlichen Spieler “Geh doch dazu, du Pfeife” zu. Und das war so verkehrt ja auch wieder nicht.
Aber lieber Ralf Rangnick, falls es dich tröstet eine rotgrüne Schwäche haben wir uns schließlich alle in den letzten Jahren angegeignet. Man spricht da auch vom Schröder-Symptom. In diesem Sinne, Beine hoch, Bier in den Schoß und zum Wohl. Vernaschen wir die San Maracino-Kirschen!