Kirche sagt: Drogeriemarkt darf keine Kondome verkaufen

20 März 2008 von Micha Spannaus Kommentieren »

Eine katholische Gemeinde im hessischen Fulda hat einem Schlecker-Drogeriemarkt verboten, Kondome zu verkaufen.

Der Markt hatte sich vor Jahren in einem Gebäude eingemietet, das einer katholischen Kirchengemeinde gehört. Mit der Mietvertragsunterzeichnung hatte sich Schlecker dazu bereit erklärt, in dem Laden keine Produkte anzubieten, die dem Ansehen der Kirchengemeinde schaden. Zu den Produkten zählen neben Erotik-Artikeln eben auch “mechanische Verhütungsmittel” wie z. B. Kondome. Damit ist dieser Schlecker-Markt der einzige in ganz Deutschland, der keine Präservative im Sortiment hat.

Mittlerweile ist der Drogeriemarkt zu einer touristischen Attraktion in der Domstadt geworden, und die Fillialleiterin des Marktes hat die Diskussionen mit der Kirche schon lange aufgegeben.

Wenn man jetzt noch den Namen der Kirchengemeinde kennt, die sich vehement gegen die Kondome wehrt, dann wird einem einges klar. Die Gemeinde heißt (ohne Witz): Sankt Blasius…

2 Kommentare

  1. Charly sagt:

    Es wäre ja mal spannend zu erfahren, ob die Sankt-Blasius-Gemeinde auch dann Probleme sähe, wenn die Kondome von, sagen wir, dm oder Rossmann verkauft würden – und nicht gerade von einem Unternehmen, dessen Name allzu deutlich in eine orale Richtung weist…

  2. Dieter Perske, 40231 Düsseldorf, Torgauer Strasse 4 sagt:

    Manche Leute aus dem Mittelalter haben vergessen, die Uhr vorzustellen. Und nun läuft ihnen die Zeit davon. Noch Fragen?

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